Interview mit der Autorin Doreen Hallmann und ihrem Manager

Die Autorin Doreen Hallmann hat im August 2019 im Selfpublishing ihr Debüt Luce – Liebe und magische Welten veröffentlicht. In diesem Interview erfahrt ihr, warum Luce im Selfpublishing erschienen ist, warum Doreen erst so spät mit dem Schreiben angefangen hat und vieles mehr. Außerdem durfte ich auch ihren Manager und gleichzeitig Ehemann Mathias Hannaske interviewen. Wir haben das Interview über Skype geführt. 

Doreen Hallmann beim signieren von Luce (Foto von Mathias Hannaske)

N: Natalie (Interviewerin) 

D: Doreen (Autorin) 

M: Mathias (Manager) 




N: Hi Doreen und Mathias mich freut es sehr mit euch mein erstes Interview führen zu können. Fangen wir doch mit einer Standartfrage an: Wann hast du mit dem Schreiben angefangen? 
D: Hallo Natalie, wir freuen uns auch sehr. Ich habe zwar schon ein Interview geführt, aber dies war über E-Mail. Über Skype ist es ja doch sehr anders. Zu deiner Frage: Ich habe relativ spät angefangen zu schreiben. Dies war 2018 und dort war ich 40 Jahre alt.

N: Also hast du als Kind nie Geschichten geschrieben?
D: Als Kind habe ich nur gemalt. Zwar hatte ich damals schon viele Geschichten im Kopf, die habe ich allerdings nie aufgeschrieben sondern aufgemalt. 

N: Warum ist Luce im Selfpublishing erschienen? 
M: Also es war von Anfang an die Frage Verlag oder Selfpublishing, aber wir haben uns relativ schnell für Selfpublishing entschieden, weil in einem Verlag ja sehr viel vorgeben ist und das wollten wir irgendwie nicht. Also es gab auch keinen Verlag der das Manuskript zu sehen bekommen hat. Und als dann Selfpublishing feststand sind wir 2019 auf die Leipziger Buchmesse gegangen und haben uns dann mit BoD unterhalten. Allerdings wurden wir nicht warm mit denen und deshalb sind wir zur Nova MD gegangen. Dies ist ein sogenannter Distributor, die Autoren ermöglichen Kleinauflagen drucken zu lassen. D h. da kann man hingehen und sagen ich möchte nur 200 Bücher haben, weil ich weiß nicht ob das alles verkauft wird. Mit denen haben wir uns unterhalten und es hat uns einfach besser gefallen und deshalb ist Luce im Selfpublishing erschienen. 

N: Findet man Luce denn auch im Buchladen? M: In einer Thalia Filiale haben wir Luce leider nicht entdeckt, weil die eher wegen dem begrenzten Platz auf Nummer sicher gehen und sich lieber ein Verlagsbuch hinstellen. Aber in ein paar kleineren Buchläden steht Luce und man kann es sich auch online bei Thalia, Amazon usw. bestellen. 

Unser Interview per Skype



N: Wofür braucht man eigentlich einen Manager? 
D: Weil man ja als Selfpublisher für das Marketing komplett selber zuständig ist. Das bedeutet, dass man natürlich Werbung schalten muss und auf sich aufmerksam machen muss. D. h. man muss das Buch präsentieren z.b. auf Instagram oder Facebook. Wir als Autoren sind ja eigentlich in der Regel dafür da, dass wir schreiben und man schreibt auch den ganzen Tag und dann noch das Marketing zu machen kostet sehr viel Zeit. Da mein Mann so lieb war und mich so gerne unterstützt hat er gesagt komm dann übernehme ich das Marketing und dann hast du deine Ruhe und kannst schreiben. 

N: Das ist ja sehr praktisch. Wer hat denn die Cover illustriert? D: Das hat mein Mann ohne Coverdesigner komplett selber gemacht. 

N: Was ist dein größter Wunsch, was du als Autorin erreichen möchtest?  D: Ein großer Wunsch wäre, dass die Bücher irgendwann auf einem Tisch bei Thalia stehen würden. Dann würde ich durchdrehen vor Freude. Und natürlich eine Netflix Serie wäre echt cool. 

N: Von so einer Netflix Serie traümt bestimmt jeder/r Autor/in. Aber toll wäre es doch sicherlich auch, wenn man von dem Schreiben leben könnte?  D: Das wäre mein größter Traum, wenn ich irgendwann von den Büchern leben kann.

N: Was sich bestimmt viele Luce Fans fragen: Sind noch weitere Bücher geplant? 
D: Ja. Ich schreibe parallel gerade an einem Weihnachtsprojekt, dass um Weihnachten rauskommen soll. Dort habe ich jetzt knapp 30.000 Wörter geschrieben und ich habe noch zwei weitere Geschichten, die in Notizbüchern verewigt sind. Dies werden wahrscheinlich wieder Reihen werden.

N: Wann und wo kam dir die Idee zu der Trilogie Luce?
D: Die fantastischen Welten waren schon immer irgendwie in meinem Kopf und wollten geschrieben werden. Natürlich kommen mir auch Ideen wenn ich unterwegs bin. Zum Beispiel im Wald oder im Urlaub, aber auch Filme, Serien und Bücher inspirieren mich.

N: Wer durfte Luce als erstes lesen? D: Mein Mann hat es als erstes das Buch gelesen und hat auch komplett die Rohfassung gelesen. Also wirklich die ersten Worte die ich geschrieben habe und er hat mich auch motiviert Luce zu veröffentlichen. Mittlerweile ist es so, dass wir beide gemeinsam auch an den Büchern arbeiten. Das heißt wenn ich geschrieben habe dann liest Mathias den Text und korrigiert schon. Fast schon ein Lektor. 

N: Welchen Charakteren aus Luce seit ihr am ähnlichsten? D: Hahah also wie sage ich immer so schön: Mathias ist mein Jason. Also Jason hat schon sehr viele Züge aus meinem Mann, dass muss ich tatsächlich auch zugeben. Und Mel erinnert mich immer an meine kleine Tochter. In Luce steckt auch ganz viel von mir und meiner großen Tochter mit drin. Aber solche Züge bringt man natürlich als Autor automatisch mit in solche Bücher. 

Luce Liebe und magische Welten (Band 1) von Doreen Hallmann

N: Hast du deine Bücher eher für Jugendliche oder Erwachsene geschrieben? 
D: Ich bin selber ein großer Jugendbuchfan und deshalb finde ich es auch sehr schön in diesem Bereich zu schreiben. Aber natürlich ist Luce auch was für Ältere, aber ich glaube ich werde immer im Jugendbuch Bereich bleiben.

N: Wer ist dein Vorbild? 
D: Mein großes Vorbild ist Cassandra Clare, die Autorin von den Chroniken der Unterwelt und dies ist auch meine absolute Lieblingsbuch Reihe. 

N: Hättet ihr damit gerechnet, dass Luce so erfolgreich wird?  D: Ich habe damit nie gerechnet. 
M: Ich war der Meinung, dass es dem Leser gut gefallen wird, wenn er es aus der Werbung oder dem Buchladen kennt. 

N: Verdient nur ihr etwas mit Luce, weil es im Selfpublishing erschienen ist?
M: Es gibt einige, die daran verdienen. Den größten Teil verdient der Buchhandel logischer Weise. Die verdienen ungefähr 30 bis 50 Prozent des gesamt Preises. Dann verdient noch unser Distributor Nova MB etwas und der Rest bleibt dann für den Autor übrig.

N: Ist Doreen Hallmann ein Pseudonym? D: Nein, dies ist mein Mädchen Name. Weil als ich geheiratet habe habe ich einen Doppelnamen angenommen und dieser hätte gar nicht auf das Buch gepasst. 

N: Hat sich jetzt wegen der besonderen Zeit etwas geändert?
D: Also wir haben es in der Firma so umgestellt, dass wir viel von zuhause aus arbeiten. Allerdings hat sich für mich persönlich nicht viel geändert, weil ich schon vorher viel von zu Hause aus gearbeitet habe. 

N: Aber wie und wann kommst du immer zum Schreiben, wenn du auch noch einen anderen Beruf hast?
D: Das muss man sich natürlich gut einteilen. Bei mir ist es so, dass wenn ich vormittags arbeite nachmittags nicht mehr schreiben kann. Also ich muss direkt morgens anfangen zu schreiben, weil ich so eine gewisse Zeit brauche um wieder reinzukommen. Deshalb habe ich es mir so zurechtgelegt, dass ich an einem Tag nur arbeite und den Rest zum Schreiben zur Verfügung habe. 

Luce Liebe durch schwere Zeiten (Band 2) von Doreen Hallmann

N: Liest eure ganze Familie? 
M: Ja, die kleine Tochter von uns ein bisschen weniger, aber beide haben Luce gelesen bzw. vorgelesen bekommen. Ich habe schon immer viel gelesen. 

N: Wie viele Bücher habt ihr ungefähr verkauft?  M: Wir verkaufen im Schnitt 50 Bücher im Monat und sind bisher seit letztem Jahr Ende August raus und wir liegen jetzt bei knapp über 500 Bücher. 

N: Warum ist am Ende des Buches immer so ein fieser Cliffhänger?
D: Komischer Weise habe ich das nicht bewusst gemacht. Also ich habe wirklich runter geschrieben, überarbeitet und fand dann selber die Cliffhänger irgendwie schön. Also ich kann das gar nicht genau sagen, warum ich immer diese Cliffhänger so fies reinmache. 

N: Danke für dieses tolle Interview und das ihr alle meine Fragen beantwortet habt.


Ich hoffe euch Lesern hat das Interview gefallen und ihr fandet es trotz der Länge nicht langweilig. Für mich war dies mein erstes Interview. Von Doreen Hallmann gibt es noch ein Interview und dies hat die liebe Johanna über E–Mail geführt. Zu diesem Interview geht es hier lang.
Eure Natalie

Ein Kommentar zu „Interview mit der Autorin Doreen Hallmann und ihrem Manager

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