Die seltsamsten Tiere der Welt

Skurrile Schöpfungen der Evolution

Meine Empfehlung/ Mein Fazit:

Das Buch gefällt mir sehr gut! Es ist eine Mischung zwischen witzig und lehrreich. Die Biologin erzählt mit sehr viel Witz über die 37 Arten. Von winzig kleinen mikroskopischen Tieren bis zu großen, wie Pferde, ist alles zu finden. Quer durch das ganze Tierreich. Nur einige waren mir (trotz meines Biologiestudiums) bekannt. Man lernt unglaublich viel in diesem Buch! Es gibt unglaublich faszinierende und sehr skurrile Tiere. Das Buch ist außerdem sehr zoologisch und voller Biowissen. Auch oft komplex und trotz der Auflockerung anstrengend zu lesen. Mehr als 3 Kapitel zu lesen ist schon zu viel, weshalb man etwas mühevoll und langsam durch das Buch kommt. Trotzdem ist der Schreibstil echt super und die wissenschaftlichen Wörter werden immer direkt erklärt. Es ist auch total egal in welcher Kapitelreihenfolge man das Buch liest. Jedes Kapitel ist wie eine abschließende Geschichte und das jeweilige Tier damit abgehackt. Wegen der großen Wissenslast und des Schreibstils empfehle ich das Buch eher Älteren. Frühestens mit 14 Jahren sollte man sich dieses Buch anschauen, da es doch auch sehr wissenschaftlich ist.

Das Buch bekommt von mir, wegen der Idee, dem Wissen und der fantastischen und witzigen Aufarbeitung 5 von 5 Sternen.

Über das Buch:

Die Biologin Lisa Signorile stellt in diesem Buch aus dem Bassermann-Verlag 37 eher unbekannte Tierarten vor. Quer durch das ganze Tierreich. Dabei beschäftigt sich jedes Kapitel mit einer Tierart (in 4 bis 12 Seiten). Die Kapitel sind in dich geschlossen und somit kann man die Lese-Reihenfolge selber bestimmen. Außerdem gibt es tolle Zeichnungen der Tiere, was es leichter macht sie uns vorzustellen. Eingeteilt werden die Kapitel nochmal in Grundteile:

1) Die Evolution ist kein Festschmaus: Anpassung an Extrembedingungen

2) Das Monster in uns: Einige Beispiele für Parasitismus

3) Die Schönen und Verdammten: Säugetiere am Rande des Aussterbens

4) Wenn der kurzsichtige Uhrmacher seine Späße treibt: Außergewöhnliche evolutionäre Anpassungen

5) Die Giftmischer

Das Buch enthält viel Wissen und es wurde wissenschaftliche Literatur als Vorlage verwendet. Das Buch ist von 2014, dementsprechend sind manche Teile heute vielleicht nicht mehr ganz aktuell und es gibt neuere Erkenntnisse.

Meine Meinung zu dem Buch:

Das Buch ist sehr wissenschaftlich und die Tiere werden mit Lebensraum, Verhalten usw. vorgestellt. Aber durch den witzigen Schreibstil mit den eigenen Meinungen und Kommentaren wird das Ganze aufgelockert. Dadurch wird es viel Interessanter und das Wissen kann besser aufgenommen werden. Einige Kapitel sind spannend geschrieben, andere witzig und wieder andere nur staunend. Jedes Kapitel steht für eine Tierart, was ich sehr gut finde. Bei vielen wird außerdem der Stand im Stammbaum näher gebraucht und Verwandtschaftsverhältnisse erklärt. Für Nicht-Biologen erklärt sie außerdem die ganzen Fachbegriffe, was das Lesen leichter macht. Mir gefällt das Buch sehr gut und ich finde es toll, dass man nochmal die Vielfältigkeit der Tierwelt kennenlernt. Das Buch hat außerdem tolle Zeichnungen der Tiere. Einige Tiere waren mir bereits aus meinem Studium bekannt (wie die Bärtierchen oder die giftigen Säugetiere, wobei dieser Teil nicht mehr aktuell ist. Es werden 2 Taxa mit giftigen Säugetieren beschrieben, aber inzwischen sind 4 Taxa bekannt, in denen es giftige Säugetiere gibt), andere Tiere kannte ich noch nicht. Es gibt viele fantastische, gruselige und merkwürdige Tiere, die vorgestellt werden. Mir gefällt die Idee sehr gut, der Schreibstil ist toll und auflockernd und das Buch voller Wissen. Obwohl der Schreibstil echt super ist, finde ich, ist es anstrengend lange an diesem Buch zu lesen. Nach spätestens 3 Kapiteln wird es anstrengend und man muss eine Pause einlegen. Aus diesem Grund habe ich auch ziemlich lange gebraucht, um das Buch mit den etwa 350 Seiten, durchzulesen. Aber das Buch verdient absolut die 5 Sterne!

Meine Meinung zum Cover:

Das Cover ist sehr schlicht gehalten und weist damit schon einmal darauf hin, dass es eher ein Wissensbuch ist. Mir gefällt es sehr gut, vor allem, weil sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite einige der Tiere vorkommen, die vorgestellt werden. Der Buchrücken ist aber ziemlich unspektakulär und langweilig. Der Titel- und Untertitel- passt perfekt zum Buch! Das Aussehen des Buches passt sehr gut zum Inhalt. Somit ist es perfekt.

DIE UMFRAGE:

In dem Buch gibt es außerdem eine bzw. 2 interessante Aussagen (Zitat aus dem Buch):

„Bitten Sie einmal Ihre Freunde, Ihnen drei Tiere zu nennen. Die klassisch Antwort wird „Hund, Pferd, Kuh“ oder dergleichen lauten, die etwas phantasievolleren antworten vielleicht „Löwe, Jaguar, Flusspferd“. Ich habe den Test an mir selber ausgeführt, um mir zu beweisen, wie viele Tiere ich kenne. Ich habe angefangen mit „Schuppentier, Breifuß-Beutelmaus…“, bis mir auffiel, dass ich in dieselbe Falle getappt bin! Es bleibt dabei: Für uns ist „Tier“ gleichbedeutend mit „Säugetier“.  … Es wäre interessant zu erfahren, wie hoch der Anteil der Wirbellosen läge, wenn man eine repräsentative Umfrage durchführen würde“

Ja… und natürlich hat es mich sofort in den Fingern gereizt das zu überprüfen! (Meine Antwort wäre übrigens „Delfin, Sepia und Stieglitz“ gewesen. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich sehr viele Leute nach 3 Tieren gefragt. Tatsächlich haben sehr viele nur Säugetiere genannt. Aber es gab natürlich auch andere Tiere. Ich habe 82 männliche und 121 weibliche Teilnehmer bei meiner Umfrage gehabt. Und hier sind die Ergebnisse!

73,6% der genannten Tiere waren Säugetiere. Das sagt aus, dass auf jeden Fall 2 der gewählten Tiere Säugetiere sind. Und das dritte Tier zu etwa ¼ auch ein Säugetier ist. Wow… das ist echt ziemlich viel. Vor allem, wenn man davon ausgeht, dass die Säugetiere nur 8 % der Wirbeltiere (Fische, Amphibien & Reptilien, Vögel und Säugetiere) ausmachen!

So. Nun zum zweiten Teil der Aussage: „Wie hoch ist der Wirbellosen-Anteil“. Erstmal zur Erklärung: Wirbellose sind alle Tiere ohne Wirbelsäule. Also alles, was im Stammbaum unter den Fischen liegt. Es gibt Wirbeltiere (Fische, Amphibien, Reptilen, Vögel und Säugetiere) und alle anderen Tiere sind Wirbellose. Also z.B Weichtiere wie Schnecken und Muscheln. Krebse und Insekten gehören ebenfalls zu den Wirbellosen. Bei den 203 Teilnehmern (also 609 Tiere) waren es 33 Wirbellose Tiere. Das entspricht nur 5,4%! Dabei liegt die Zahl der Wirbellosen im Tierreich bei 96%! Nur etwa 4% sind Wirbeltiere.

Sollten da nicht mehr Leute Wirbellose Tiere nennen? Wie ihr seht ist das wirklich ziemlich interessant. Aber jetzt zu den Fakten und Ergebnissen der Umfrage:

203 Teilnehmer – 609 genannte Tiere

Säugetiere: 448 Säugetiere mit 96 unterschiedlichen Arten. Ganz vorne liegt die Katze mit 62 Stimmen! Gefolgt von Hund (53), Delfin (28), Pferd/Pony (25), Elefant (18) und Hase (16). Außerdem waren Fuchs (14), Maus, Tiger und Löwe (alle 11) ebenfalls sehr beliebt. Besondere Tiere in dieser Kategorie waren: Ozelot (1), Wombat (4), Aye-Aye (1), Quakka (2), Dugong (1), Cabybara (1), Ringbeutler (1), Tasmanischer Teufel (1) und roter Katzenpander (1). Natürlich gab es noch viel, viel mehr. 96 unterschiedliche halt xD.

Vögel: 60 Vögel aus 30 Arten. Vorne liegt hier der Adler mit 7 Stimmen, gefolgt von der Eule (6). Viele oft gehörte Vögel, wie Amsel (1), Blaumeise (1), Papagei (4), Pinguin (4) und Flamingo (3) waren dabei. Aber auch seltene, wie Harpyie (1) und der Austernfischer (1).

Amphibien, Reptilien und Fische: 68 Tiere aus 35 Arten. Spitzenreiter war, ganz langweilig und nicht spezifiziert, der Fisch (9). Gefolgt von Hai (6). Sehr beliebt war auch die Schlange (6) und die Schildkröte (5). Sonst kamen einige bekannte vor: Seepferdchen (3), Ringelnatter (1), Chamäleon (2), Frosch (3) oder Hecht (3). Auch 4 Dinosaurier wurden genannt. Seltene Tiere waren in diesem Teil: Axolotl (2), Kampffisch (1), Taggecko (1), Seedrache (1), Quastenflosser (1) und der Blobfisch (1).

Nun zu den Wirbellosen: Insekten: 19 Tiere aus 12 Arten: Schmetterling (7), Ameise (2), Kellerassel, Libelle, Biene, Motte, Stabheuschrecke, Raupe, Borkenkäfer, Floh, Erzwespe und Blutbiene (je 1).

Andere Wirbellosen: 14 Tiere, 9 Arten: Spinne (5), Knallkrebs (1), Skorpion (2), Regenwurm (1), Oktopoden (1), Krebse (2), Schnecke (1) und Sepia (1).

Danke an alle, die mir 3 Tiere geschickt haben! Das war super! Viel Spaß mit dem Buch und in der Welt der „seltsamsten Tiere“. Eure MermaidKathi

3 Kommentare zu „Die seltsamsten Tiere der Welt

    1. Vielen Danke 🙂 Das freut mich :D.
      Tatsächlich war mir auch nicht klar, dass er soooooo hoch ist. Ich wusste zwar, dass es sehr, sehr viele sind, und auch, dass die Insekten die größte Gruppe ist. Aber das… Wow..
      Danke dir für dein Feedback 🙂
      Grüße

      Gefällt 1 Person

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